Unser Hausbau

Ohne großes wenn und aber haben wir uns kurzfristig entschlossen ein Einfamilienhaus mit Garage zu bauen, obwohl wir es aus Platzgründen eigentlich nicht brauchten. Wir machten uns auf die Suche nach einem Bauträger und auch der Finanzierung stand nichts mehr im Wege. Nun brauchten wir nur noch das passende Grundstück und los konnte es gehen.
Durch glückliche Umstände fanden wir auch in der Nähe unserer Großstadt ein preisgünstiges Grundstück und dann ging es los. Wir wollten nur die Hülle des Hauses stellen lassen und alle Innenausbauten in Eigenregie in relativ kurzer Zeit selbst erledigen. Und wir haben das auch geschafft.

Die Bodenplatte ließen wir von einer Firma gießen, um einen Garantieanspruch zu haben und außerdem hatten wir durch Betriebsferien der Hausbaufirma etwas Luft. Wir begannen nunmehr mit der Arbeit, die eigentlich keiner zu würdigen versteht. Es ging um die Materialien für den Innenausbau, die wir selbst besorgen wollten. Also hieß es täglich Anfragen per Fax zu verschicken, auf die Angebote zu warten, zu vergleichen und sich dann für den besten Anbieter zu entscheiden und das Material teilweise heranzuholen. Obwohl das sehr aufwendig war, hat es auch viel Spaß gemacht, denn es war ja für uns.

Nach 2 Monaten kam dann endlich unser angekündigtes und heißersehntes Haus. Ein riesengroßer LKW und ein Kran rückten an und innerhalb von 2 Tagen stand unser Haus komplett mit Dach da.

Und nun war es an uns, den Innenausbau in Angriff zu nehmen. Und wie so oft, fielen die Helfer, die uns beim Bau zugesagt hatten, fast völlig aus. Aber dadurch ließen wir uns nicht entmutigen. Wir mussten noch teilweise Decken und Wände einziehen, diese dämmen, verspachteln, schleifen, tapezieren und streichen. Aber auch die anderen Gewerke mussten noch mitziehen. Die Elektrik und Fußbodenheizung bauten wir selbst ein, nur die Abnahme erfolgte von einem Fachbetrieb. Dann fehlten eigentlich “nur” noch die Fliesenarbeiten für Fußböden und Bäder, die Sanitärarbeiten und die Verlegung vom Parkett. Diese Arbeiten haben natürlich viel Zeit in Anspruch genommen und teilweise waren wir am Ende unserer Kräfte. Aber wir hatten ja ein Ziel vor Augen.

Als wird endlich eingezogen sind, waren noch nicht alle Arbeiten komplett erledigt, aber die meisten Räume waren bewohnbar und eingerichtet.

Zwischenzeitlich war es Winter und die Außenanlagen konnten wir erst im Frühjahr in Angriff nehmen und das war gut so. Wir hatten endlich auch mal wieder Zeit nur für uns. Zwischenzeitlich sind auch die Außenanlagen in Ordnung. Wir haben einen Brunnen, zwei Zisternen, ein Pool, ein Gewächshaus und alles, was man für ein Haus so braucht.

Und wir haben es nicht bereut, obwohl wir schon im fortgeschrittenen Alter sind, uns unseren Traum zu erfüllen.

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