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Griechenland Sporturlaub auf der Insel Kreta

Wer einen Urlaub in Griechenland plant, sollte einen Besuch auf der Insel Kreta in Erwägung ziehen. Die Insel der Götter ist durch die landschaftliche und kulturelle Vielfalt ein tolles Reiseziel für einen interessanten und abwechslungsreichen Urlaub. Kreta ist die größte griechische Insel und liegt etwa 160 Kilometer südlich des Festlandes. Die Ausdehnung von West nach Ost beträgt ungefähr 260 Kilometer, in Nord-Süd Richtung sind es 60 Kilometer. Regelmäßige Flugverbindungen von Deutschland bestehen zu den beiden Flughäfen Chania und Heraklion.

Surfen, Segeln und viele weitere tolle Wassersportarten

Entlang der Küste Kretas gibt es unzählige Strände, die sich zum Baden und Relaxen anbieten. An den bergigen Küstenabschnitten finden sich auch sehr verschwiegene, kleine Buchten, wo man oftmals ganz allein ist. Teilweise sind sie nur mit einem Boot oder nach einer Kletterpartie zugänglich. An den ausgedehnten Stränden ist auch jede erdenkliche Art von Wassersport möglich und das Angebot ist vielseitig. Es werden Surcamps, Segeln, Wasserski, Parasailing oder Tauchen angeboten oder man geht im warmen Wasser des Mittelmeeres einfach schwimmen. Vorsicht ist an den Riffen geboten, die teilweise dicht vor der Küste liegen und voller Seeigel sein können. Der vielleicht schönste Strand Kretas befindet sich im Osten der Insel. Am Strand von Vai befindet sich der einzige Palmenhain Europas, der natürlich gewachsen ist.

Kreta – Urlaubsinsel mit viel Geschichte

Während eines Urlaubs auf Kreta lohnt es sich, die Schönheit der Insel zu erkunden. Zahlreiche historische Bauwerke aus antiker Zeit sind sehenswert und der Besuch ein Muss. Vor allem der Palast von Knossos, südlich von Heraklion gelegen, sollte besichtigt werden. Die Palastanlage aus minoischer Zeit erlebte ihre Blütezeit zwischen 1600 und 1400 v. Chr. und wurde durch mehrere Erdbeben zerstört. Hier soll der Sage nach Minotaurus in Gefangenschaft gelebt haben. Durch die Palastanlagen werden geführte Touren angeboten, mit einem guten Reiseführer zum Nachschlagen kann man sich bei der Besichtigung viel mehr Zeit lassen. In Rethymnon an der Nordküste befindet sich eine Festung, die um 1600 durch die Venezianer erbaut wurde. Heute bietet das Bauwerk die Kulisse für Konzerte und andere Freiluftveranstaltungen.

Ein besonderes Erlebnis auf Kreta ist eine Wanderung durch die Samariaschlucht im Westen der Insel. Es ist mit etwa 12 Kilometern die längste Schlucht Europas. Der Einstieg in die Schlucht liegt bei Omalos in rund 1500 Metern Höhe und es ist oft nebelig und kühl. Das ändert sich aber auf dem 16 Kilometer langen Wanderweg. Je tiefer man kommt, umso mehr steigt die Temperatur und man sollte daher genügend Wasser mitnehmen. An der engsten Stelle ist die Schlucht an der Eisernen Pforte gerade mal vier Meter breit. Am Ende der Wanderung liegt Agia Roumeli direkt am Meer. Ein weiteres Erlebnis ist die Fahrt auf die Hochfläche von Lassithi mit Hunderten von Windmühlen mit den typisch weißen Segeln. Von der Hochebene hat man einen herrlichen Blick auf die nördliche Küstenebene. Faszinierend kann die Fahrt durch das Inselinnere, beispielsweise durch das Idagebirge, sein. Man bekommt einen Eindruck von der Lebensweise und Gastfreundschaft der Bevölkerung und es kann durchaus passieren, das man zu einem Dorffest eingeladen wird. Es lohnt sich auf Kreta immer eine Fahrt in einem Reisebus zu mieten.Aus diesem Grund sollte man immer angemessene Kleidung mitführen für ein beeindruckendes Urlaubserlebnis.

Griechenlandurlaub – Traumurlaub – Sporturlaub – Inselurlaub Kreta

Sportlicher Segeltörn durch die Ägäis

Segeltörn durch die Ägäis

Ich beschließe, dieses Jahr meinen lang gehegten Traum zu realisieren und nach Griechenland auf einen Segeltörn durch die Ägäis zu gehen. Im Internet ist nach einer kurzen Recherche das richtige Angebot gefunden und gebucht. Es soll eine Mischung aus sportlichem Segeln und einem angenehmen Aufenthalt an Bord einer Yacht sein.
Es ist Ende Mai und wir treffen uns in der Athener Marina Kalamaki. Wir, das sind fünf segelbegeisterte Mittdreißiger aus Deutschland und dazu kommt unser Skipper Sven. Wir entern unser Heim für die nächsten zwei Wochen, eine schnittige Bavaria Elisabeth. Der Platz ist knapp aber ausreichend. Nach kurzem Kennen lernen verteilen wir die Kabinen. Ich bekomme eine sehr witzige Nachbarin, wir verstehen uns auf Anhieb sehr gut und unisono wählen wir die einzige Bugkabine. Es sind noch zwei Heckkabinen da – der Skipper schläft wie sich herausstellt erfahrungsgemäß im Salon und schmust nachts mit den Fendern unter seiner Bank.
Als erstes füllen wir mit je 50 Euro die Bordkasse auf und so ausgestattet geht es zum Einkaufen in den nahegelegenen Supermarkt. Es muss an alles gedacht werden, denn wir werden in erster Linie Selbstversorger sein. An der Kasse gibt es einen Stromausfall, wir witzeln, dass wir unsere Lebensmittel wohl umsonst mitnehmen dürfen. Aber das war nur eine kurze Freude, es kommen knapp 500 Euro zusammen und wir müssen später die Bordkasse nachfüllen. Es sind so viele Einkaufswagen, dass wir uns die Waren ans Boot liefern lassen.
Zurück an Bord der Bavaria richten wir uns häuslich ein. Etwas später kommt unser Verpflegung und der Skipper kommt nicht aus dem Staunen raus, wie viel wir eingekauft haben. Aber so sind wir gut versorgt und müssen auf den teuren Inseln nur Kleinigkeiten und vor allem Wasser einkaufen. Der Skipper wird traditionsgemäß von der Crew ausgehalten.
Abends gehen wir in eine Taverne und beschnuppern uns weiter – allgemein stellen wir fest, dass kein Stinkstiefel dabei ist, wir haben so viel Spaß, dass wir zurück auf dem Boot noch auf dem Bug hocken und biertrinkend reißen wir unsere Späße.
Unser erster Tag auf See verläuft sehr geruhsam, wir laufen unter Motor vorbei an Kap Sounion Richtung Kea. Unterwegs begegnen wir einer Schildkröte und etwas später erspähen wir in einiger Entfernung von uns eine Delfinschule hinter einem Fischkutter. Die Delfine sind dementsprechend aufgeregt. Manche von uns versuchen sich als Rudergänger und die Stimmung an Bord ist sehr ausgelassen. Am frühen Nachmittag legen wir in der kleinen Marina von Kea an. Wir sehen neben uns einige Prachtyachten, die auch in St. Tropez eine gute Figur machen würden. Eine dieser Yachten hat nachts eine Unterwasserbeleuchtung. Der Hafen ist ein beliebtes Wochenendausflugsziel für betuchte Athener. Wir gehen in eine nette ganz kleine Bar und bestellen uns etwas zu trinken. Beim Bezahlen erleben wir unser blaues Wunder: so teures Bier hat noch keiner von uns getrunken.
Am folgenden Tag sind wir auf Kurs Syros, diesmal aber werden wir in einer Bucht vor Anker gehen und somit den ganzen Tag an Bord verbringen. Hier versuchen wir, zum ersten Mal das noch recht frische Ägäiswasser zu testen und kehren sehr schnell wieder an Bord. Wir brutzeln ein leckeres warmes Abendessen, das geschieht in Gemeinschaftsarbeit mit meiner Kabinennachbarin. Es wird sich in Verlauf der Woche zeigen, dass wir sehr gut harmonieren und uns immer was Feines einfällt.
Inzwischen sind die Winde so günstig, das wir ausschließlich unter Segeln laufen und das gefällt natürlich allen. Denn wir sparen auch unseren Sprit. Wir werden übrigens überhaupt nicht tanken in den zwei Wochen, mit unseren Wasservorräten sind es ebenso gut aus.
An diesem Tag erleben wir einen Höhepunkt: wir laufen in Mykonos ein. Diese wunderschöne Insel begeistert uns alle, manchen nutzen sie zum Shopping, andere bewundern die Architektur, nur der berühmte Pelikan – ein echter Münchner – ist nicht zu sehen.
Bis jetzt hat es uns so gut an Bord gefallen, dass wir immer uns selbst versorgt haben – dank natürlich der klugen Einkäufe in Athen.
Heute war ein guter Segeltag und die Elisabeth hat uns nach Antiparos gebracht. Unser Skipper erzählt uns, dass an Land eine sehr gute Taverne ist und wir setzen mit dem Schlauchboot über. Das Essen ist wirklich fantastisch und es wird ein sehr schöner Abend.
Am Morgen heißt es wieder weitersegeln nach Paros, in Nauossa legen wir an. Leider verändert sich das Wetter und es wird sehr stürmisch. Wir wollten noch nach Naxos, hier sollte auch der Crewwechsel stattfinden. Aber daraus wird nichts. Der kurze Weg nach Naxos ist im Moment nicht zu segeln, sagen auch alle Fischer und sie müssen es ja wissen.
So sind wir gezwungen zwei Tage am Hafen zu verbringen, was nicht weiter schlimm wäre, aber neben uns ankert eine ausrangierte ehemals skandinavische Fähre und die lässt ihre Motoren sogar nachts laufen. An Schlaf ist nicht zu denken. An Bord verbreitet sich langsam ein Koller. Also ergreift der Skipper die Initiative und wir stechen in die stürmische See. Nach einer Stunden sind aber alle einverstanden, als er signalisiert, dass wir umkehren. Jetzt segeln wir an eine windgeschützte Stelle in der Hafenbucht und ankern frei. Nach kurzer Zeit entspannen wir uns alle und hängen an Deck herum. Abends gibt es wieder ein leckeres Essen und alle gehen in ihre Kojen, wo endlich Ruhe herrscht.
Es heißt jetzt, den Weg zurück nach Athen zurückzulegen. Nächste Station ist die Insel Siphnos. Hier sind wir im Hafen, in dem auch die Fähre aus Athen anlegt. Diese sorgt auch für ziemlich Aufregung, weil sie mit so viel Tempo um die Kurve kommt, das die Wellen hoch schlagen. Wir haben unsere Badesachen zum Trocknen hingehängt und so manche Unterhose geht verloren.
Auf Serifos kennt unser Skipper eine wunderschöne Bucht und wir verbringen einen wunderschönen Badetag hier und gehen wieder überhaupt nicht von Bord. Hier herrscht eine paradiesische Ruhe. Wir schwelgen in Erinnerungen an vergangene Abenteuer, schließlich geht der Urlaub zu Ende.
Noch ein Tag auf Kythnos wieder in einer abgelegenen Bucht – Stadt werden wir alle noch genug haben und Athen rückt unaufhaltsam immer näher. Nun beenden wir wieder die Reise in der Marina von Kalamaki, übergeben das Boot an den Verleiher. Am Abend haben wir noch Vorräte verbraucht und lassen alles Übrige für die Athener Putzcrew da. Aber alles in allem haben wir sehr gut gewirtschaftet. Unser Skipper zieht ein zufriedenes Resümee und wir sind glücklich, so einen schönen Urlaub verbracht zu haben. Wir haben alle einen gesunden Teint und unsere Körper sind durchtrainiert von den unzähligen Wendemanövern.
Segelurlaub in der Ägäis ist ausdrücklich zum Nachahmen empfohlen.