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Summertime

Wir sind schon am Anfang Juni angelangt und bis jetzt hat uns der Frühling nicht verwöhnt: es war kalt und regnerisch. Um so größer ist die Freude, dass die Sonne sich endlich zeigt und die Temperaturen über 20 Grad Celsius klettern. Wir können nun unsere Winterklamotten bis zum nächsten Herbst einmotten. Und es werden die luftigen und leichten Sommersachen herausgeholt. Auf der Strasse sieht man wieder Frauen mit kurzen Röcken und die weißen Beine stecken in offenen Sandalen. Und wie farbenprächtig wehen die Sommerkleider in lauem Wind. Der ganze Körper atmet auf und streckt sich nach der Sonne.

Summertime

Summertime

In den Stadtparks packen die Menschen ihre Picknickdecken aus und verzehren ihre mitgebrachten Salate und Leckereien im Freien. Die ersten Sonnenanbeter liegen schon mittags in der prahlen Sonne im Bikini und erhaschen die warmen Strahlen. Sie wollen die winterliche Blässe schnellstmöglich hinter sich lassen.

Die Mütter gehen mit ihren kleinen Kindern auf die öffentlichen Spielplätze, wo die Kleinen dann stundenlang im Sandkasten buddeln oder auf die Klettergerüste hochkraxeln. Rentner sitzen auf den Bänken ringsherum und plaudern entweder angeregt miteinander oder widmen sich einem Schachspiel. Viele lesen auch die aktuelle Zeitung und lassen sich dabei von niemanden stören.

Unsere Eisdielen, die im Winter verwaist waren, sind wieder geöffnet. Die Tische stehen in der Sonne und die glücklichen Besucher haben die wunderbarsten Eisbecher vor sich stehen, stochern mit langen Löffeln darin herum und wenden sich ab und zu ihrem Tischnachbarn zu. Es ist die pure Sommeridylle.

In der Mittagspause zieht es uns ins Freie. Viele Cafés und Restaurants haben ihre Gärten geöffnet oder in der Stadt einfach Tische auf den Gehsteig gestellt. Wir sitzen gemütlich beim feinen Essen und beobachten die vorbei flanierenden Passanten. Während im Winter jeder schnell vorbeihuscht, um ins Warme zu kommen, zelebriert man im Sommer die Kultur der Frischluft. Möge uns der Regen verschont bleiben.

ISAKI – Bild: dimis (Fotolia)

Der Frühling ist da!

Frühling ForsythiaAm 21. März ist bei uns der kalendarische Frühling eingetroffen. Die Temperaturen waren auch in zweistelligem Bereich, so dass man nur eine dünne Jacke brauchte. Die Sonne scheint inzwischen schon sehr kräftig, es ist eine Freude nach dem langen und strengen Winter. Die Cafes haben schon Tische und Stühle vor ihre Türen gestellt und man kann den ersten Capuccino im Freien genießen. Nicht mehr lange und die ersten Biergärten werden ihre Pforten öffnen. Die ganze Erde atmet nach dem Winter auf: die Büsche und Bäume bekommen langsam einen grünen Flaum, die Forsythiensträuche sind mit gelben Blüten übersät. Der Rasen ist schon mit den ersten Blümchen gesprenkelt und es ist eine wahre Freude, der Natur beim Entfalten zuzuschauen.

Auf dem Balkon sprießen die Tulpen und Primeln aus der Erde. Erstaunlich, wie viel Anziehungskraft die Sonne auf die Pflanzen ausübt. Es wird Zeit, den Schmutz der vergangenen Monate zu beseitigen. Also geschwind zum Eimer und Lappen greifen, eine duftende Putzflüssigkeit ins Wasser kippen und ran an den Feind. So ein Balkon war schon seit Oktober den Urgewalten Schnee und Wasser ausgesetzt, da muss man manchmal zu einer Bürste greifen und scheuern, damit alles für den Frühling in neuem Glanz erstrahlt. Nach getaner Arbeit kann man sich zum ersten Mal in diesem Jahr auf den Balkon setzen und die frische Brise einatmen.

Seit 28. März gilt wie jedes Jahr wieder die Sommerzeit und wir haben abends eine Stunde länger die Möglichkeit, das Tageslicht zu genießen. Noch wirkt sich das nicht so stark aus, wir gehen noch nicht am Abend spazieren, wir sind noch vom Winter her Stubenhocker. Aber bald wird sich das ändern, da werden wir noch nach der Arbeit gemütlich zum Biergarten aufbrechen und unser Abendessen im Freien verspeisen. Da wird man sich auch mit den Freunden verabreden können. Was haben wir im Winter gemacht? Meist saßen wir abends in der Wohnung und waren froh, dass wir nicht mehr in die Kälte müssen.
Jetzt wandert die Wintergarderobe nach hinten in den Schrank, in dieVerbannung unter das Bett oder gar in den Keller. Es muss Platz gemacht werden für all die leichten Kleider, Bluse, Röcke und Hosen, die ein halbes Jahr lang eingemottet waren. Es wird endlich wieder Mut zur Farbe bekannt, nicht nur Schwarz und Grau als vorherrschende Töne das Bild auf der Strasse bestimmen. Wie soll man da nicht depressiv werden? Wie anders ist der Frühling und der Sommer im Vergleich dazu.