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Delikatessenauswahlen – Empfehlungen im Internet

Man gönnt sich ja sonst nichts könnte man sagen, wenn man an die feinen Dinge des Lebens denkt und mancher glaubt, dass nur die oberen Zehntausend sich Delikatessen leisten können. Aber dem ist nicht mehr so.

Was sind überhaupt Delikatessen?
Das Wort Delikatesse stammt aus dem Französischen und bedeutet fein oder zart. Wir könnten noch ergänzen, dass es häufig seltene und teure Lebensmittel sind.

Was fällt uns da sofort ein?
Natürlich Kaviar und Hummer, Kaviar ist das schwarze Gold, ein kleines Döschen Belugakaviar  kosten leicht 100 Euro. Kaviar ist aufwendig in der Gewinnung, man melkt quasi weibliche Störe und gewinnt deren Eier. Hummer ist da schon bedeutend günstiger. Schließlich gehen einige Tiere freiwillig in die Fallen der Fischer und werden darin gefangen. Man muss sie lebend zum Konsumenten bringen und diese Haltung und der Transport macht sich im Preis bemerkbar.

Zu Delikatessen gehören auch die Meeresfrüchte – wie lecker sind doch beispielsweise Garnelen in Öl und Knoblauch gebraten. Diese Lebensmittel leisten wir uns nur zu besonderen Anläßen, sei es die Verlobung, Hochzeit oder Silvester. Und Hummer wird auch selten angeboten, ist schwer zu finden, nur in gut sortiertem Handel oder bei Feinkostabteilungen.

Eine andere Delikatesse, die in einem Zug mit den davor genannten Hummern und Kaviar genannt wird, ist der Champagner. Der Saft, der so schön in der Nase prickelt, kommt aus der französichen Provinz Champagne, die um Paris liegt und nicht sehr groß ist. Somit ist das Angebot begrenzt und der Preis bewegt sich ab ca. 30 Euro aufwärts für die Flasche. Beim Champagner bezahlt man auch für das jahrhundertalte Know-how in der Herstellung dieses köstlichen Schaumweins.

In letzter Zeit werden durch die Europäische Union Spezialitäten aus bestimmten Regionen mit dem Prädikat “Geschützte Ursprungsbezeichnung” geschmückt. Das soll die Echtheit des Produkts garantieren. So werden Weine, Biere, Käse und Wurst so geschützt vor Mißbrauch. Auch Olivenöle sind aus besonderen Regionen mit dieser Bezeichnung ausgezeichnet. Für den Konsumenten ist eine Garantie, dass das Produkt rein und ungepantscht ist.

Eine typische italienische Delikatesse ist der berühmte Parmaschinken, der einen besonderen unvergleichlichen Geschmack hat. Dieser Schinken muss mehrere Monate in spezielle belüfteten Räumen hängen und entwickelt in dieser Zeit sein spezielles Aroma. Diese langsame Reifung schlägt sich im Preis nieder. Ein Kilo kostet mindestens 40 Euro.
Aus Spanien kommt der ebenso delikate an der Luft getrocknete Serranoschinken. Wie der Parmaschinken muss auch der Serranoschinken lange reifen. Im Preis ist er allerdings etwas günstiger als der Parmaschinken.

Es gibt auch wunderbare Salamisorten, die man als Delikatesse bezeichnen kann. Bei Käse kommen die meisten Delikatessen aus Frankreich. Man muss sagen noch, denn die Europäische Union will unsinnige Gesetze einführen, die für viele alteingeführte Herstellungsmethoden das Ende bedeuten würden. Hoffen wir, dass es nicht so weit kommt.

Es gibt Käsesorten aus allen Milcharten, Ziege, Büffel, Schaf, manche mit Schimmelmantel, andere in unterschiedliche Blätter eingewickelt. Sie sind in unterschiedlichen Reifegraden erhältlich, manche fließen schon praktisch. Auch bei Käse haben die Preise sich so entwickelt, dass man kein Vermögen dafür ausgeben muss. Es gibt auch Delikatessen unter den Früchten: wie fein ist zum Beispiel die aus Asien stammende Pitahaya oder um nicht so weit zu greifen wirklich reife Feigen, die nach der Sonne des Südens schmecken. Oder Walderdbeeren mit ihrem zuckersüssem Aroma.

Text: ISABBl – 9.2009